Einblick in den Schulalltag Kindergarten und Unterstufe
Laternenlauf
Dem Winter entgegen
Mit Lichtern in den Händen und Wärme im Herzen haben sich Kindergarten und Unterstufe auf die dunkle Jahreszeit eingestimmt. Alte Bräuche wie der Räbeliechtli- Umzug, das stille Adventsgärtlein und die Begegnung mit dem Sämichlaus ließen den Winter für die Kinder auf besondere, sinnliche Weise erlebbar werden.
Wenn die Tage kürzer werden und die Dämmerung früher Einzug hält, beginnt im Kindergarten und in der Unterstufe eine besondere Zeit. Es sind Wochen des leisen Werdens, des Wartens und des inneren Sammelns. Der Winter kündigt sich an – nicht mit Worten, sondern mit Stimmungen, Bildern und wiederkehrenden Ritualen, die von den Kindern mit allen Sinnen erlebt werden.
In der Vorweihnachtszeit durften die Kinder einem alten, fast vergessenen Zauber begegnen: dem Räbeliechtli-Umzug. Schon seit Jahrhunderten werden im November aus unscheinbaren Rüben kleine leuchtende Wesen geschnitzt. Früher wiesen diese
Räbenlichter den Menschen den Weg durch die Dunkelheit zum Erntedank-Gottesdienst. Aus diesem stillen Brauch sind die heutigen Räbeliechtli-Umzüge entstanden. Mit selbstgetragenem Licht, mit Liedern und leuchtenden Augen zogen die Kinder durch die Dämmerung und erlebten, wie selbst ein kleines Licht die Nacht ein wenig heller machen kann.
Ein weiterer stiller Höhepunkt war das Adventsgärtlein. In feierlicher Ruhe betritt jedes Kind für sich die Mitte, entzündet dort sein Licht und trägt es behutsam zurück in den Kreis. Schritt für Schritt wächst so ein leuchtender Garten – ein warmes Bild dafür, wie jedes einzelne Licht gebraucht wird und wie aus vielen kleinen Lichtern Gemeinschaft entsteht.
Später in der Adventszeit wurde die Zeit noch einmal auf besondere Weise lebendig, als der Sämichlaus die Kinder besuchte. In Geschichten, kleinen Gaben und im gemeinsamen Innehalten schenkten diese Begegnungen Mut, Dankbarkeit und Vertrauen.
So haben Kindergarten und Unterstufe den Winter nicht nur erwartet, sondern ihn liebevoll empfangen – mit Licht in den Händen, Wärme im Herzen und einem offenen Blick für das Wunder im Kleinen.