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Hintergrund
Die Elementarstufe antwortet auf eine aktuelle Zeitforderung:
eine gesunde körperliche, seelische und geistige Entwicklung der
Kinder zu unterstützen. Ständige Hektik und die Verknappung der
Zeit in der Erwachsenenwelt führen bei immer mehr Kindern zu Unruhe
und Nervosität, zu Aufmerksamkeitstörungen und letztlich zu einem
Einbruch der schulischen Leistungsfähigkeit. Unser Anliegen ist,
Ruhe und Bewegung in ein rhythmisches und damit gesundendes Wechselverhältnis
zu bringen.
Die Kinder brauchen heute vermehrt die Möglichkeit zu sinnvoller
Bewegung, vielseitigen Sinneserfahrungen und elementaren Erlebnissen
- nicht nur in der Freizeit, sondern auch in der Schule. Eine ästhetisch
gestaltete und für die Kinder durchschaubare Umwelt ist Voraussetzung
für ein gesundes Daseinsvertrauen, das wichtig ist nicht nur für
das schulische Lernen, sondern für das gesamte Leben überhaupt.
Die Elementarstufe macht es sich zur Aufgabe, den
Kindern einen anregenden und lebensgerechten Entwicklungsraum zu
schaffen. Die Elementarstufe ist Ausdruck der Fähigkeit
und des Willens unserer Schule, gegenwärtige Aufgaben eigenständig
und mit Phantasie anzupacken. Was für die Kinderpädagogisch heute
notwendig ist, soll nicht auf übermorgen verschoben werden.
Konzept
Die Elementarstufe besteht aus einer Kindergartengruppe,
einer 1. und einer 2. Klasse. Der Kindergarten ist für 4- bis 6jährige
Kinder und wird altersgemischt geführt. Alle an der Elementarstufe
tätigen Lehrerinnen und Lehrer arbeiten eng zusammen und gewährleisten
einen sorgfältig und behutsam begleiteten Übergang der Kinder in
die 1. und die 2. Klasse. Gemeinsame kulturelle Aktivitäten (szenische
Spiele, Feste u.a.) ermöglichen altersübergreifende Begegnungen
unter den Kindern. Die Klassen sind in unmittelbarer räumlicher
Nachbarschaft untergebracht, so dass auch dadurch regelmässige Kontakte
möglich werden.
Nach
der Elementarstufe gehen die Klassen mit "ihren" Lehrerinnen
und Lehrern weiter in die oberen Klassen. Das Klassenlehrerprinzip
sowie der bewusste Verzicht auf Rückstellungen oder Überspringen
von Klassen fördern den sozialen Zusammenhalt der Kinder. Die Entwicklung
der Sozialkompetenz soll nicht durch leistungsorientierte Selektionen
behindert werden. Auf die Individualität und Unterschiedlichkeit
der Kinder wird bereits in der Elementarstufe Rücksicht
genommen. Eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine
unabdingbare Voraussetzung, um den Kindern und ihrer Entwicklung
möglichst allseitig gerecht zu werden.
Die Bildungsidee, die Bildungsziele und die Lernziele der Elementarstufe
sind im Lehrplan
für die Elementarstufe detailiert aufgegliedert. Herausgeber
ist die Arbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen in der Schweiz
und Lichtenstein.
lehrplan_elementarstufe.pdf
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